Ayurveda
Ayurveda ist die traditionelle Medizin Indiens; der Name bedeutet etwa «Wissen vom Leben». Im Mittelpunkt stehen Ernährung, Tagesrhythmus und Lebensstil, ergänzt durch Ölmassagen, Kräuterpräparate und Reinigungskuren. Die Behandlung richtet sich nach der Konstitution jeder einzelnen Person.
- Therapeut:innen
- 2
- Dauer einer Sitzung
- 60–90 min
Therascout stellt keine Diagnose. Lassen Sie neue, starke oder anhaltende Beschwerden zuerst ärztlich abklären. Im Notfall: 144
Herkunft und Ansatz
Ayurveda hat sich über mehr als 2000 Jahre in Indien entwickelt und ist dort bis heute verbreitet. Die Lehre beschreibt drei Grundkräfte, die Doshas Vata, Pitta und Kapha, deren Gleichgewicht Gesundheit bedeuten soll. Dieses Modell ist traditionell und wissenschaftlich nicht belegt.
So läuft eine Sitzung ab
Dauer: 60–90 min- Im ersten Gespräch fragt die Therapeut:in nach Beschwerden, Ernährung, Schlaf und Alltag.
- Zur ayurvedischen Diagnose gehören oft das Tasten des Pulses und das Betrachten von Zunge und Haut.
- Sie erhalten Empfehlungen zu Ernährung und Tagesablauf, manchmal auch Kräuterpräparate.
- Bei einer Behandlung folgt oft eine Ganzkörpermassage mit warmem Öl (Abhyanga) oder eine andere Anwendung.
Wofür wird Ayurveda genutzt?
- Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen.
- Stress und der Wunsch, den Alltag ruhiger zu gestalten.
- Erschöpfung und anhaltende Müdigkeit.
- Hautprobleme.
- Für diese Anwendungen stützt sich Ayurveda vor allem auf Tradition; gute Studien fehlen weitgehend.
Wie gut ist die Wirkung belegt?
Beschwerden, bei denen Ayurveda häufig genutzt wird, sortiert nach Stand der Forschung. Die Einstufung sagt, wie gut die Wirkung belegt ist, nicht, ob sie Ihnen hilft.
Was bedeuten die Punkte?So lesen Sie die Einstufung
- Etabliert
- in Leitlinien empfohlen, gut untersucht
- Teilweise belegt
- Wirkung in Studien gezeigt, mit Einschränkungen
- Begrenzt belegt
- wenige oder schwache Studien
- Traditionelle Anwendung
- genutzt, aber kaum untersucht
Bewertet wird die Studienlage, nicht die Therapeut:in.
- Traditionelle Anwendung
Erschöpfung und Müdigkeit
- Traditionelle Anwendung
Hautprobleme
- Traditionelle Anwendung
Stress
- Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden
Therapeut:innen für Ayurveda
Kosten und Krankenkasse
- Grundversicherung
- nur bei Ärzt:innen mit entsprechendem Fähigkeitsausweis.
- Zusatzversicherung
- meist 50–80 % bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeut:innen, oft bis zu einem Jahresmaximum.
- Ihre Kasse
- Im Profil sehen Sie, bei welchen Kassen eine Therapeut:in anerkannt ist.
- Preis pro Sitzung
- Die Praxen legen ihre Preise selbst fest; Sie sehen sie im Profil.
Gut zu wissen
- Ayurveda ist meist eine Begleitung über mehrere Wochen; intensive Kuren wie Panchakarma dauern oft ein bis drei Wochen.
- In einigen ayurvedischen Präparaten aus dem Ausland wurden Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber gefunden; kaufen Sie nur aus kontrollierten Quellen und sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was Sie einnehmen.
- Kräuterpräparate können mit Medikamenten zusammenwirken; in der Schwangerschaft, bei Kindern und bei chronischen Krankheiten sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
- Lassen Sie neue oder starke Beschwerden zuerst ärztlich abklären; Ayurveda ersetzt keine medizinische Behandlung.
Ausbildung und Anerkennung in der Schweiz
In der Schweiz gibt es das eidgenössische Diplom Naturheilpraktiker:in in der Fachrichtung Ayurveda-Medizin; je nach Kanton braucht es zudem eine Bewilligung zur Berufsausübung. Ayurveda-Massagen und -Beratungen werden auch als Komplementärtherapie angeboten. Die Grundversicherung bezahlt Ayurveda nicht; viele Zusatzversicherungen beteiligen sich, meist nur bei EMR- oder ASCA-Registrierung.
