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Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie spritzt eine Ärztin oder ein Arzt ein örtliches Betäubungsmittel, meist Procain oder Lidocain, an bestimmte Stellen: in die Haut, an schmerzhafte Punkte in Muskeln, an Narben oder in die Nähe von Nerven. In der Schweiz wird sie von Ärzt:innen angewendet, da es sich um Injektionen handelt.

Therapeut:innen
2
Dauer einer Sitzung
20–40 min

Therascout stellt keine Diagnose. Lassen Sie neue, starke oder anhaltende Beschwerden zuerst ärztlich abklären. Im Notfall: 144

Herkunft und Ansatz

Die Neuraltherapie geht auf die deutschen Ärzte Ferdinand und Walter Huneke zurück, die sie ab den 1920er-Jahren entwickelten. Sie kennt zwei Ansätze: die Behandlung im Bereich der Beschwerden und die sogenannte Störfeldtherapie, die annimmt, dass etwa eine Narbe Beschwerden an einer anderen Körperstelle auslösen kann. Örtliche Betäubung gegen Schmerzen ist in der Medizin etabliert; für das Störfeldmodell und viele Anwendungen der Neuraltherapie gibt es kaum gute Studien.

So läuft eine Sitzung ab

Dauer: 20–40 min
  1. Die Ärztin oder der Arzt fragt ausführlich nach Ihren Beschwerden, früheren Operationen, Narben, Zahnbehandlungen und Medikamenten.
  2. Nach einer Untersuchung wird das Betäubungsmittel mit einer feinen Nadel an mehreren Stellen gespritzt.
  3. Sie bleiben danach kurz zur Beobachtung in der Praxis.
  4. Bis zur nächsten Sitzung achten Sie darauf, wie sich die Beschwerden verändern.

Wofür wird Neuraltherapie genutzt?

  • Chronische Schmerzen.
  • Rückenschmerzen.
  • Kopfschmerzen; diese Anwendung beruht vor allem auf Erfahrung.
  • Beschwerden im Bereich von Narben.

Für diese Anwendungen ist die Studienlage begrenzt.

Wie gut ist die Wirkung belegt?

Beschwerden, bei denen Neuraltherapie häufig genutzt wird, sortiert nach Stand der Forschung. Die Einstufung sagt, wie gut die Wirkung belegt ist, nicht, ob sie Ihnen hilft.

Was bedeuten die Punkte?
Etabliert
in Leitlinien empfohlen, gut untersucht
Teilweise belegt
Wirkung in Studien gezeigt, mit Einschränkungen
Begrenzt belegt
wenige oder schwache Studien
Traditionelle Anwendung
genutzt, aber kaum untersucht

Bewertet wird die Studienlage, nicht die Therapeut:in.

Therapeut:innen · Neuraltherapie

  • Terapia neurale Pedrazzini

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    • 4.8(5)
    • Lugano
    • Sprachen: it · en
    NeuraltherapieNaturheilkundeHomöopathie
    EGK-Therapeutenregister
    Preis
    CHF 60–140
    Nächster Termin
    Frei ab Do., 15. Okt.
  • Thérapie neurale Dubois

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    • Genf
    Neuraltherapie
    Nächster Termin
    Keine Neuaufnahmen

Kosten und Krankenkasse

Grundversicherung
nur bei Ärzt:innen mit entsprechendem Fähigkeitsausweis.
Zusatzversicherung
meist 50–80 % bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeut:innen, oft bis zu einem Jahresmaximum.
Ihre Kasse
Im Profil sehen Sie, bei welchen Kassen eine Therapeut:in anerkannt ist.
Preis pro Sitzung
Die Praxen legen ihre Preise selbst fest; Sie sehen sie im Profil.
Anerkennungen erklärt →

Gut zu wissen

  • Oft sind 3 bis 6 Sitzungen geplant, meist im Abstand von einer Woche.
  • Möglich sind Blutergüsse, Schwindel und selten Infektionen oder allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel; sagen Sie, wenn Sie Blutverdünner nehmen.
  • Die Neuraltherapie ersetzt keine Abklärung der Ursache Ihrer Beschwerden.

Ausbildung und Anerkennung in der Schweiz

Neuraltherapie dürfen nur Ärzt:innen anwenden; sie können sich mit dem ärztlichen Fähigkeitsausweis Neuraltherapie (SANTH) weiterbilden. Ob die Grundversicherung die Behandlung übernimmt, hängt von der Abrechnung ab; klären Sie das vorher mit der Praxis und Ihrer Krankenkasse.