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Ausleitende Verfahren

Ausleitende Verfahren sind Methoden der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde, die über Haut, Blut oder Ausscheidung etwas «ausleiten» sollen. Dazu gehören Schröpfen und Blutegel, der Aderlass, bei dem eine kleine Menge Blut aus einer Vene entnommen wird, und das Baunscheidtieren, bei dem die Haut mit einem Nadelgerät oberflächlich angeritzt und mit einem reizenden Öl eingerieben wird. Welche Verfahren eingesetzt werden, hängt von der Therapeut:in und den Beschwerden ab.

Therapeut:innen
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Dauer einer Sitzung
30–60 min

Therascout stellt keine Diagnose. Lassen Sie neue, starke oder anhaltende Beschwerden zuerst ärztlich abklären. Im Notfall: 144

Herkunft und Ansatz

Grundlage ist die antike Säftelehre, nach der Krankheiten aus einem Ungleichgewicht der Körpersäfte entstehen und Schädliches ausgeleitet werden soll. Heute erklären Befürworter:innen mögliche Wirkungen eher über Reize auf Haut, Nerven und Durchblutung. Für eine «Entgiftung» im Sinne einer Ausscheidung von Schlacken gibt es keine Belege, und Studien zu den einzelnen Verfahren sind spärlich.

So läuft eine Sitzung ab

Dauer: 30–60 min
  1. Im Gespräch geht es um Ihre Beschwerden, Ihre Lebensweise, Ihre Medikamente und Vorerkrankungen.
  2. Die Therapeut:in schlägt ein Verfahren vor und erklärt Ablauf und Risiken.
  3. Die Anwendung selbst dauert meist 10 bis 30 Minuten, etwa am Rücken.
  4. Danach ruhen Sie und erhalten Hinweise zur Pflege der Haut und zum Verhalten in den nächsten Tagen.

Wofür wird Ausleitende Verfahren genutzt?

  • Rückenschmerzen und Muskelverspannungen.
  • Erschöpfung und das Gefühl, «belastet» zu sein.
  • Als Teil einer naturheilkundlichen Kur, etwa zusammen mit Ernährungsumstellung oder Fasten.

Für diese Anwendungen beruhen ausleitende Verfahren auf Tradition; Belege aus Studien fehlen weitgehend.

Wie gut ist die Wirkung belegt?

Beschwerden, bei denen Ausleitende Verfahren häufig genutzt wird, sortiert nach Stand der Forschung. Die Einstufung sagt, wie gut die Wirkung belegt ist, nicht, ob sie Ihnen hilft.

Was bedeuten die Punkte?
Etabliert
in Leitlinien empfohlen, gut untersucht
Teilweise belegt
Wirkung in Studien gezeigt, mit Einschränkungen
Begrenzt belegt
wenige oder schwache Studien
Traditionelle Anwendung
genutzt, aber kaum untersucht

Bewertet wird die Studienlage, nicht die Therapeut:in.

Therapeut:innen · Ausleitende Verfahren

  • Ausleitende Verfahren Meier

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    • Basel
    • Sprachen: de · en · fr
    Ausleitende Verfahren
    EGK-Therapeutenregister
  • Méthodes dérivatives Favre

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    • Genf
    Ausleitende Verfahren

Kosten und Krankenkasse

Grundversicherung
nur bei Ärzt:innen mit entsprechendem Fähigkeitsausweis.
Zusatzversicherung
meist 50–80 % bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeut:innen, oft bis zu einem Jahresmaximum.
Ihre Kasse
Im Profil sehen Sie, bei welchen Kassen eine Therapeut:in anerkannt ist.
Preis pro Sitzung
Die Praxen legen ihre Preise selbst fest; Sie sehen sie im Profil.
Anerkennungen erklärt →

Gut zu wissen

  • Baunscheidtieren reizt die Haut stark und kann Pusteln, Juckreiz und Narben hinterlassen; ein Aderlass belastet den Kreislauf.
  • Nicht geeignet bei Blutarmut, niedrigem Blutdruck, Blutverdünnern, Gerinnungsstörungen und in der Schwangerschaft.
  • In der Schulmedizin ist der Aderlass die Standardbehandlung bestimmter Bluterkrankungen, etwa der Eisenspeicherkrankheit; diese gehört in ärztliche Hände.

Ausbildung und Anerkennung in der Schweiz

Ausleitende Verfahren sind Teil der Ausbildung zur Naturheilpraktiker:in mit eidgenössischem Diplom in Traditioneller Europäischer Naturheilkunde (OdA AM). Für Verfahren, bei denen Blut entnommen oder die Haut verletzt wird, gelten kantonale Vorschriften. Die Grundversicherung bezahlt sie nicht; Zusatzversicherungen beteiligen sich je nach Police, meist nur bei EMR- oder ASCA-Registrierung.