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Osteopathie

Osteopathie ist eine Behandlung mit den Händen. Osteopath:innen tasten den Körper ab, um Bewegungseinschränkungen und Spannungen zu finden, und behandeln diese mit sanften bis kräftigeren Handgriffen. Dabei betrachten sie den Körper als Ganzes und nicht nur die schmerzende Stelle.

Therapeut:innen
14
Dauer einer Sitzung
45–60 min

Therascout stellt keine Diagnose. Lassen Sie neue, starke oder anhaltende Beschwerden zuerst ärztlich abklären. Im Notfall: 144

Herkunft und Ansatz

Die Osteopathie wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Die Grundidee ist, dass Beweglichkeit und Funktion des Körpers eng zusammenhängen. Für Techniken an Muskeln und Gelenken gibt es einzelne Studien; die Vorstellungen hinter manchen Techniken, etwa am Schädel oder an den Organen, sind wissenschaftlich umstritten.

So läuft eine Sitzung ab

Dauer: 45–60 min
  1. Im ersten Gespräch geht es um Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und mögliche Warnzeichen.
  2. Danach werden Haltung und Beweglichkeit angeschaut und der Körper abgetastet, meist in Unterwäsche oder bequemer Kleidung.
  3. Die Behandlung erfolgt im Liegen oder Sitzen mit verschiedenen manuellen Techniken.
  4. Zum Schluss erhalten Sie oft Hinweise zu Bewegung oder Haltung im Alltag.

Wofür wird Osteopathie genutzt?

  • Rückenschmerzen: Einige Studien zeigen eine Linderung, besonders bei Rückenschmerzen ohne klare Ursache.
  • Nackenschmerzen und Kopfschmerzen, wobei die Wirksamkeit hier wenig und uneinheitlich belegt ist.
  • Kieferbeschwerden und Muskelverspannungen; auch hier ist die Wirksamkeit wissenschaftlich wenig belegt, viele Menschen schätzen die Behandlung aber.
  • Beschwerden in der Schwangerschaft wie Rücken- oder Beckenschmerzen, mit bisher wenig gesicherten Ergebnissen.

Wie gut ist die Wirkung belegt?

Beschwerden, bei denen Osteopathie häufig genutzt wird, sortiert nach Stand der Forschung. Die Einstufung sagt, wie gut die Wirkung belegt ist, nicht, ob sie Ihnen hilft.

Was bedeuten die Punkte?
Etabliert
in Leitlinien empfohlen, gut untersucht
Teilweise belegt
Wirkung in Studien gezeigt, mit Einschränkungen
Begrenzt belegt
wenige oder schwache Studien
Kaum untersucht
genutzt, aber kaum oder nicht untersucht

Bewertet wird die Studienlage, nicht die Therapeut:in.

Therapeut:innen · Osteopathie

  • Porträt von Sébastien Bonvin, Osteopathie in Lausanne

    Ostéopathie Bonvin

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    • Lausanne
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    OsteopathieFaszientherapieCraniosacral-Therapie
    EMRASCA
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  • Porträt von Julie Dubois, Ergotherapie in Lausanne

    Cabinet Julie Dubois

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    ErgotherapiePhysiotherapieOsteopathie
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    CHF 60–140
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    Frei ab Fr., 16. Okt.
  • Porträt von Lea Gerber, Physiotherapie in Zürich

    Praxis Gerber · Physio & Osteo

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    PhysiotherapieOsteopathieMedizinische Massage+1
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Kosten und Krankenkasse

Grundversicherung
in der Regel nicht.
Zusatzversicherung
meist 50–80 % bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeut:innen, oft bis zu einem Jahresmaximum.
Ihre Kasse
Im Profil sehen Sie, bei welchen Kassen eine Therapeut:in anerkannt ist.
Preise der Praxen
Preise sehen Sie im Profil der Praxis.
Anerkennungen erklärt →

Gut zu wissen

  • Oft sind es wenige Sitzungen im Abstand von ein bis mehreren Wochen; besprechen Sie nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas verändert hat.
  • Bei neuen oder starken Beschwerden, nach einem Unfall, bei Fieber, Lähmungen oder Taubheitsgefühlen gehen Sie bitte zuerst zur Ärztin oder zum Arzt.
  • Nach der Behandlung können für ein bis zwei Tage Muskelkater oder Müdigkeit auftreten; ernsthafte Nebenwirkungen sind selten.
  • Osteopathie ersetzt keine ärztliche Abklärung oder Behandlung; die Kosten übernimmt meist nur die Zusatzversicherung, fragen Sie vorher nach.

Ausbildung und Anerkennung in der Schweiz

In der Schweiz ist Osteopathie ein nach dem Gesundheitsberufegesetz (GesBG) geregelter Beruf. Die Ausbildung erfolgt über ein Bachelor- und Masterstudium (MSc) an einer Fachhochschule; für die selbstständige Tätigkeit braucht es eine kantonale Berufsausübungsbewilligung. Die Grundversicherung bezahlt Osteopathie in der Regel nicht, viele Zusatzversicherungen beteiligen sich.

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