Zum Inhalt springen
Therascout

Sprache

Entspannungs­verfahren

Entspannungsverfahren sind erlernbare Techniken, mit denen Sie Körper und Geist bewusst zur Ruhe bringen, etwa die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Atemübungen oder Fantasiereisen. Ziel ist, sie im Alltag selbst anzuwenden.

Therapeut:innen
2
Dauer einer Sitzung
45–60 min

Therascout stellt keine Diagnose. Lassen Sie neue, starke oder anhaltende Beschwerden zuerst ärztlich abklären. Im Notfall: 144

Herkunft und Ansatz

Die Progressive Muskelentspannung entwickelte der Arzt Edmund Jacobson in den 1920er-Jahren: Wer Muskeln bewusst anspannt und loslässt, spürt die Entspannung deutlicher. Entspannung senkt die körperliche Stressreaktion; Studien zeigen Wirkungen vor allem bei Stress.

So läuft eine Sitzung ab

Dauer: 45–60 min
  1. Sie lernen die Technik in einem Kurs oder in Einzelstunden, meist über mehrere Wochen.
  2. Die Kursleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Übung, im Sitzen oder Liegen.
  3. Zwischen den Stunden üben Sie täglich einige Minuten zu Hause, oft mit einer Audioanleitung.

Wofür wird Entspannungs­verfahren genutzt?

  • Stress: Entspannungsverfahren wirken, aber schwächer als verhaltenstherapeutische Programme.
  • Migräne und Neurodermitis: Es gibt einzelne positive Studien; die Belege sind begrenzt.
  • Anspannung, Ein- und Durchschlafprobleme.

Wie gut ist die Wirkung belegt?

Beschwerden, bei denen Entspannungsverfahren häufig genutzt wird, sortiert nach Stand der Forschung. Die Einstufung sagt, wie gut die Wirkung belegt ist, nicht, ob sie Ihnen hilft.

Was bedeuten die Punkte?
Etabliert
in Leitlinien empfohlen, gut untersucht
Teilweise belegt
Wirkung in Studien gezeigt, mit Einschränkungen
Begrenzt belegt
wenige oder schwache Studien
Kaum untersucht
genutzt, aber kaum oder nicht untersucht

Bewertet wird die Studienlage, nicht die Therapeut:in.

  • Teilweise belegt

    Stress

    Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung wirken ebenfalls, aber schwächer als verhaltenstherapeutische Programme.

  • Begrenzt belegt

    Haut­probleme

    In einer Studie verringerten Entspannungsverfahren den Schweregrad stärker als Gespräche allein. Die Belege sind begrenzt.

  • Begrenzt belegt

    Migräne

    In einer Studie senkte Entspannungstraining die Attacken ähnlich wie Ausdauertraining und ein vorbeugendes Medikament. Die Belege sind begrenzt.

Therapeut:innen · Entspannungs­verfahren

  • Praxis Nina Gerber

    Merken

    Nina Gerber merken?

    Mit einem kostenlosen Konto bleiben gespeicherte Therapeut:innen, Ihre Vergleichsliste und Ihre Krankenkasse auf allen Geräten erhalten.
    Konto erstellen
    • Winterthur
    Entspannungsverfahren
  • Cabinet Céline Perrin

    Merken

    Céline Perrin merken?

    Mit einem kostenlosen Konto bleiben gespeicherte Therapeut:innen, Ihre Vergleichsliste und Ihre Krankenkasse auf allen Geräten erhalten.
    Konto erstellen
    • Lausanne
    Entspannungsverfahren
    Nächster Termin
    Keine Neuaufnahmen

Kosten und Kranken­kasse

Grundversicherung
in der Regel nicht.
Zusatzversicherung
meist 50–80 % bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeut:innen, oft bis zu einem Jahresmaximum.
Ihre Kasse
Im Profil sehen Sie, bei welchen Kassen eine Therapeut:in anerkannt ist.
Preise der Praxen
Preise sehen Sie im Profil der Praxis.
Anerkennungen erklärt →

Gut zu wissen

  • Die Wirkung hängt vom regelmässigen Üben ab; die ersten Fortschritte zeigen sich oft nach einigen Wochen.
  • Bei schweren psychischen Erkrankungen ersetzen Entspannungsverfahren keine Behandlung; besprechen Sie sie mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Arzt.

Ausbildung und Anerkennung in der Schweiz

Entspannungsverfahren unterrichten Psycholog:innen, Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen und Kursleitende mit einer entsprechenden Weiterbildung. Zusatzversicherungen beteiligen sich oft an anerkannten Kursen.